Regierungsarbeitsgruppen

Mit vielen Ländern der früheren Sowjetunion pflegt die Bundesregierung einen regelmäßigen politischen Diskurs über bilaterale Regierungsarbeitsgruppen – hochkarätig besetzte Fachgremien, die regelmäßig tagen und konkrete Vorhaben beschließen. Der Osteuropaverein ist in diesen Gremien präsent und vertritt dort wirkungsvoll die Anliegen seiner Mitglieder.

Der jährlich stattfindende Osteuropa Wirtschaftstag ist die Leitveranstaltung des Osteuropavereins. Im Mittelpunkt dieser ganztägigen Veranstaltung steht die Region Osteuropa mit ihren zahlreichen Geschäftschancen für deutsche Unternehmen. Noch immer investieren osteuropäische Länder verstärkt in die Modernisierung ihrer Volkswirtschaften. Produkte „made in Germany“ stehen hoch im Kurs. Der Osteuropa Wirtschaftstag bietet Ihnen die Möglichkeit, relevante Kontakte mit anderen Unternehmen sowie mit Vertretern aus Diplomatie und Politik zu knüpfen und zu vertiefen. Zudem schafft er eine Plattform für bilaterale Gespräche.

Der Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft e.V. richtet jährlich ein Sommerfest mit diplomatischem Corps aus. Um eine maximale Präsenz der Botschafter und Leiter der Wirtschaftsabteilungen zu ermöglichen, findet das Sommerfest in Berlin statt. Das Sommerfest ist ein Treffpunkt von Führungskräften deutscher in Osteuropa engagierter Unternehmen mit den diplomatischen Vertretern der 29 Länder des Osteuropavereins.

Mit Unternehmerreisen in die Länder Ost- und Mitteleuropas, Zentralasiens und des Süd-Kaukasus unterstützt der Osteuropaverein vor allem klein- und mittelständische Unternehmen beim Markteintritt in die Region. In  Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern im Zielland bietet der Osteuropaverein, neben landes- und/ oder branchenspezifischer Information, die Möglichkeit, neue Wirtschaftsräume zu erkunden und Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern zu knüpfen sowie wichtige Entscheider direkt vor Ort zu treffen. Es werden Projekte der jeweiligen Branche vorgestellt. Nach Möglichkeit ist der Besuch von Fachmessen vorgesehen.

Die Expertenkreise des Osteuropaverein bilden eine Plattform für den Austausch von Spezialisten zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen mit dem Ziel der Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sowie der Verbesserung der Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Engagement im jeweiligen Länder-/ Regionalbereich. Die Expertenkreise bestehen aus einem festen Teilnehmerkreis und treten jährlich zwei- bis dreimal zusammen.

Osteuropaverein Unterwegs

Nicht bei allen unserer Aktivitäten können wir die Teilnahme unsere Mitglieder ermöglichen. Besuche bei Botschaften und Regierungsvertretern im In- und Ausland, die Teilnahme an Regierungsarbeitsgruppen oder am Interministeriellen Ausschuss für Investitionsgarantien (IMA) sind Beispiele für Foren, in denen wir die Interessen unserer Mitglieder stellvertretend wahren und vertreten.

Fokus heißt das monatliche Magazin für unser Mitglieder. Darin berichten wir über die Aktivitäten und Veranstaltungen unseres Verbands und informieren über wichtige wirtschaftliche, rechtliche und politische Entwicklungen in den 29 vom Osteuropaverein vertretenen Zielmärkten. Bei unseren Abonnenten handelt es sich um eine besonders fachkundige und an Fragestellungen des Osteuropageschäfts interessierte Leserschaft, für die auch die Leistungen Ihres Unternehmens in Frage kommen könnten. Neben Vertretern aus Handels- und anderen Unternehmen zählen dazu ebenso Multiplikatoren aus Ministerien, Forschung, Industrie- und Handelskammern sowie Verbände

Im großen Jubiläumsjahr 2014 blickt der Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Verbandsgeschichte zurück. Aus diesem Anlass berichten Gründungsväter, Weggefährten und Mitglieder des Verbands in der Festschrift „25 Jahre Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft e. V. – 1989-2014“ von wichtigen Ereignissen der vergangenen 25 Jahre und von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit und in Mittel- und Osteuropa, Zentralasien und dem Südkaukasus. Die Festschrift erschien am 20. November 2014 anlässlich des Osteuropa Wirtschaftstags 2014 in Berlin

Das Wirtschaftsmagazin OstContact informiert Inhaber und Führungskräfte von Unternehmen im deutschsprachigen Raum seit über 60 Jahren fundiert über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in den wichtigsten Märkten Mittel- und Osteuropas sowie Zentralasiens. Unter dem Titel „Osteuropaverein Special“ publiziert der Osteuropaverein monatlich drei Seiten in dem Magazin.

Young EEBAG 

Die Nachwuchsorganisation des Osteuropavereins der deutschen Wirtschaft Young EEBAG (nach dem englischen Namen des Osteuropavereins, Eastern Europe Business Association of Germany, benannt) ist ein ehrenamtliches Netzwerk junger Nachwuchskräfte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Die Mitglieder des Young EEBAG-Teams befassen sich im Studium und/oder Beruf schwerpunktmäßig mit Osteuropa und bieten Interessierten die Möglichkeit, im Rahmen von  Veranstaltungen mit der deutschen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in Kontakt zu treten. Das Ziel der Nachwuchsorganisation ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Region Osteuropa zu lenken und Brücken zwischen West- und Osteuropa mit Hilfe von Aufklärung und Expertise zu bauen. Wenn Sie sich für die Verbandsjunioren interessieren, freuen wir uns über Ihre Nachricht an: info@osteuropaverein.org.

Expertenkreis Logistik und Verkehrsinfrastruktur

Im Rahmen der EU-Osterweiterung wuchs die Bedeutung der osteuropäischen Länder und der Logistikbranche, insbesondere der Verkehrsinfrastruktur. Dadurch eröffnen sich den spezialisierten deutschen Unternehmen interessante neue Märkte und Geschäftsmöglichkeiten. Zahlreiche Betriebe verlagerten ihre Produktionsstätten nach Osteuropa, gründeten Niederlassungen und erwarben andere Firmen, um näher am Bestimmungsort zu sein. Obwohl die Verkehrswege in den Ländern relativ gut ausgebaut sind, entsprechen sie in weiten Strecken noch nicht den europäischen Standards. Doch gibt es bereits viele Baumaßnahmen, um die Infrastruktur zu verbessern und die Logistikbranche langfristig zu fördern.

Der Osteuropaverein e.V. begleitet die aktuellen Modernisierungsprozesse und den Markteintritt und -auftritt deutscher Unternehmen in Osteuropa, Zentralasien und im Südkaukasus aktiv mit Informationen, Kontakten und branchenspezifischen Fachveranstaltungen. Aus diesem Grund haben wir den Expertenkreis Logistik und Verkehrsinfrastruktur als Forum und Plattform für den Erfahrungsaustausch von Spezialisten zu aktuellen Entwicklungen der Logistikbranche in Osteuropa etabliert.

Im Rahmen der Modernisierung der osteuropäischen Volkswirtschaften nimmt das Thema Agrar- und Ernährungswirtschaft eine immer wichtigere Rolle ein. Damit eröffnen sich für die spezialisierten deutschen Unternehmen, die nachhaltige Lösungskonzepte anbieten und umsetzen, interessante neue Märkte und Geschäftsmöglichkeiten. Der Expertenkreis bündelt die Osteuropakompetenz spezialisierter Mitglieder des Osteuropavereins aus dem Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette und dient als Plattform für die brancheninterne Vernetzung und den Erfahrungsaustausch.
Dr. Bernhard Nörr ist Leiter des Osteuropaverein Expertenkreises Agrar- und Ernährungswirtschaft

Expertenkreis Urbane Infrastruktur

Die urbane Infrastruktur bildet die Grundlage für fast alle Bereiche des städtischen Lebens, denn hierzu zählen u.a. die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung, Verwaltung und Sanierung von Gebäuden und vieles mehr. Die Zukunft der Städte wird durch Urbanisierung, Klimawandel, Globalisierung und demographischen Wandel bestimmt. Deshalb müssen die Städte die Ressourcen effizienter nutzen und umweltfreundlicher werden, um ihre Lebensqualität und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Moderne Technologien schaffen die Basis für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Eine effektive Infrastruktur trägt zum wirtschaftlichen Erfolg bei und verbessert die Lebensqualität. Saubere Luft, Trinkwasser und Sicherheit sind für die städtische Bevölkerung ebenso Grundvoraussetzungen wie effiziente Gebäudetechnik, zuverlässige Stromversorgung und tragfähige Mobilitätslösungen.

Im Rahmen der Modernisierung der osteuropäischen Volkswirtschaften nimmt das Thema Urbane Infrastruktur eine immer wichtigere Rolle ein. In vielen Städten Osteuropas, Zentralasiens und des Südkaukasus befindet sich die Infrastruktur in einem noch vernachlässigten Zustand, so dass Modernisierungsmaßnahmen dringend notwendig sind. Gefordert sind moderne, umweltverträgliche und engergiesparende, aber auch bezahlbare und ausreichend komfortable Stadtinfrastrukturen. Minimierte Kosten für Bau, Betrieb und Wartung, geringe Abhängigkeiten von knappen Ressourcen sowie Zuverlässigkeit und Versorgungssicherheit stehen dabei im Vordergrund.

Der Expertenkreis „Urbane Infrastruktur“ versteht sich als Forum und Plattform für den bracheninternen Erfahrungsaustausch von Spezialisten zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Urbane Infrastruktur in Ost-und Mitteleuropa, Zentralasien und dem Südkaukasus. Er vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der Unternehmen, stellt aktuelle Informationen bereit und bietet ein Netzwerk von Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Dadurch eröffnen sich für spezialisierte deutsche Unternehmen, die nachhaltige umwelttechnologische Lösungskonzepte anbieten, interessante neue Märkte und Geschäftsmöglichkeiten. Regierungen zahlreicher Länder unserer Region planen oder haben bereits umfangreiche Programme zur Modernisierung der Infrastruktur gebilligt. Erfahrungen und Know-how aus dem Ausland werden gebraucht und deutsche Unternehmen gehören auf diesem Gebiet zu den gefragtesten Anbietern.

Zum 01.01.2015 hat Herr Knut Höller die Leitung des Expertenkreises übernommen. Herr Höller ist seit 2001 Sonderbeauftragter für Osteuropa der Profine GmbH, einem weltweit führenden Hersteller von Kunststofffensterprofilen. In dieser Funktion ist er als geschäftsführender Vorstand in der Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V. tätig.

 

Firmenportrats

Die Ausrichtung der Verbandsaktivitäten des Osteuropavereins wird von der Mitgliederversammlung, dem Präsidium und dem Vorstand bestimmt. Ein Beirat steht dem Vorstand und der Geschäftsstelle beratend zur Seite. Zudem unterhält der Osteuropaverein einen Wissenschaftlichen Beirat, der den Dialog zwischen Forschung und Wirtschaft stärkt. Er unterstützt deutsche Unternehmen sowie politische Entscheidungsträger unter anderem durch Studien und fundierte Einschätzungen dabei, ökonomische und gesellschaftliche Beziehungen zu den Ländern der Region aufzubauen oder zu vertiefen.

Firmenporträts und Mitgliederinterviews

Einige Mitglieder stellen sich auf dieser Seite vor.

DEG – Deutsche Investitions- und  Entwicklungsgesellschaft mbH
Die DEG finanziert seit mehr als 55 Jahren unternehmerische Initiative in Entwicklungs- und Schwellenländern. Als Tochterunternehmen der KfW sind wir der Förderung deutscher Unternehmen besonders verpflichtet. Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem Erneuerbare-Energien-Projekte wie Windkraftanlagen, sowie Erweiterungsinvestitionen von Unternehmen der verarbeitenden Industrie. Kurzporträt

KIRCHHOFF Gruppe
Die KIRCHHOFF Gruppe geht zurück auf das Unternehmen Stephan Witte, das 1785 zur Herstellung von Nähnadeln in Iserlohn gegründet wurde. Seit vier Generationen im Besitz der Familie Kirchhoff besteht die Gruppe heute aus den vier Geschäftsbereichen KIRCHHOFF Automotive, KIRCHHOFF Ecotec, WITTE Werkzeuge und KIRCHHOFF Mobility und erzielte in 2016 einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro mit über 11.500 Beschäftigten weltweit. Kurzporträt

REMMERS GRUPPE AG
Das mittelständische Familienunternehmen Remmers entwickelt und produziert Produkte für die Kellerabdichtung und Fassadeninstandsetzung, für die Betonsanierung, die Industriebodenbeschichtung sowie Holzfarben und -lacke. Hierzu zählen u.a. Industrielacke für Möbel-, Fenster- und Türen-Hersteller. Kurzporträt

Phoenix Contact GmbH & Co KG
Die Phoenix Contact GmbH & Co KG ist seit September 2014 Mitglied im Osteuropaverein. Bereits vor zwanzig Jahren hat das westfälische Familienunternehmen den Schritt nach Osten gewagt und ist mittlerweile mit Tochter- und Vertriebsgesellschaften in bald acht Ländern des Osteuropavereins vertreten. Andreas Rossa, Vice President und Head of Corporate Sales Network Europe, wünscht sich einen regen Austausch mit anderen Mitgliedern. Interview

Brand & Partner
Brand & Partner ist seit Mai 2013 Mitglied im Osteuropaverein. Partner Thomas Brand verspricht sich von der Mitgliedschaft unter anderem Erfahrungsaustausch mit anderen deutschen Unternehmen und
Erweiterung des Netzwerkes. Interview

Werden Sie Mitglied

Im Kreis der fünf großen Ländervereine der deutschen Wirtschaft ist der Osteuropaverein die zentrale Stimme deutscher Unternehmen in ihrem Engagement in den östlichen und südöstlichen Nachbarländern Deutschlands. Die Mitgliedschaft ermöglicht:

  • Austausch zu konkreten gemeinsamen Geschäftschancen entlang der Wertschöpfungskette;
  • Allgemeinen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen und großen Unternehmerpersönlichkeiten der deutschen Wirtschaft;
  • Zugang zu KundenPartnern und Multiplikatoren in Deutschland und der Region über die Veranstaltungen und Publikationen des Verbands;
  • Direkten Zugang zu hochrangigen Vertretern der 29 Länder im Osteuropaverein;
  • Einbringung der Erfahrungen und konkreten Anliegen in Regierungskonsultationen, Brancheninitiativen und Delegationen der deutschen Wirtschaft;
  • Hintergrundgespräche im exklusiven Kreis mit Branchenexperten, Botschaftern und Geschäftspartnern in der Region;
  • Gemeinsames Engagement deutscher Unternehmen für die Förderung der Zivilgesellschaft in den 29 Ländern Mittel- und Osteuropas, Zentralasiens und des Südkaukasus.

Interessiert? Sprechen Sie uns an! Wir stehen Ihnen persönlich für ein Gespräch über die Vorteile der Mitgliedschaft gern zur Verfügung.

 

Innovate in Poland!

Konferenz: „Innovate in Poland! Technischer Fortschritt in Polen als Erfolgsfaktor einer grenzüberschreitender Zusammenarbeit“

Der Osteuropaverein lädt Sie herzlich zur Konferenz „Innovate in Poland“ ein, die am 21. März 2018 in Frankfurt am Main stattfindet. Das Programm finden Sie verlinkt. Veranstalter ist der Wirtschaftsrat der CDU e.V. (LV Hessen). Das Format wird unterstützt durch den Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft und durch die Bank Polski.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Herrn Adrian Stadnicki (stadnicki@osteuropaverein.org) an. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme nur nach der Bestätigung durch den Veranstalter möglich ist. Teilnahmebestätigungen werden rechtzeitig vor der Veranstaltung von den Organisatoren versandt.

Wir laden Sie herzlich zum Executive Seminar der HPC Hamburg Port Consulting und der Kühne Logistics University in Kooperation mit dem Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft e.V. ein.

Die Veranstaltung mit Osteuropaschwerpunkt Ungarn und Estland findet am 7.-8. Juni in der Kühne Logistics University statt.

Weiterführende Informationen erhalten Sie in Kürze.

Wir laden Sie herzlich zum Lunchbreak bei Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG am 02.03.2018 in Hamburg ein. Nach dem Impulsreferat zum Thema „Chancen aus volkswirtschaftlicher Sicht in Osteuropa“ freuen wir uns auf Ihre Teilnahme.

Expertenkreis Gesundheitswirtschaft

In fast allen Ländern Osteuropas bestehen große Investitionspotenziale in der Gesundheitswirtschaft, ob durch Einführung und Ausbau privater medizinischer Einrichtungen, Sanierungs- und Modernisierungsprogramme oder durch die Pflicht zur Anpassung an EU-Standards. Die deutsche Gesundheitswirtschaft ist aufgrund ihres Know-hows und ihres exzellenten Images für viele Länder ein bevorzugter Partner für ihre Vorhaben.

Der Expertenkreis Gesundheitswirtschaft des Osteuropaverein ist ein unabhängiges Gremium, in dem Unternehmen praxisrelevante Informationen erhalten und durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch Geschäftschancen prüfen und kreieren können. Darüber hinaus vermittelt der Osteuropaverein die im Expertenkreis identifizierten Unternehmensanliegen auch in die Politik, um Hemmnisse in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Osteuropa im Bereich der Gesundheitswirtschaft abzubauen.

Leiter des Expertenkreises ist Manfred Bruer, Geschäftsführer der Bruer Consulting GmbH.

Eine außergewöhnliche Tradition

Der 1968 in Bremen gegründete „Handelsverein“ hatte es sich zur Aufgabe gemacht, westdeutschen Unternehmen den wirtschaftlichen Austausch mit Ländern des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe zu erleichtern. Der Handelsverein verlegte seine Geschäftsstelle später nach Hamburg. Nach dem Fall der Berliner Mauer ging im November 1989 unter der Führung des Berlin-Beauftragten der deutschen Wirtschaft Henner Geldmacher und des späteren Präsidenten der Treuhandanstalt Dr. Detlev Rohwedder aus dieser Organisation der Osteuropa-Verein hervor.

Der Osteuropaverein hatte seinen Sitz von Beginn an gleichzeitig in Berlin und in Hamburg und unterhält bis heute in beiden Städten Büros. Erster Vorsitzender wurde der ThyssenKrupp-Vorstand Henner Geldmacher, der bis heute dem Vorstand des Verbands als Ehrenmitglied angehört – ebenso wie sein Nachfolger, Professor Dr. Manfred Busche, seinerzeit Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin.

Der Verband, der sich später in Ost- und Mitteleuropa Verein (OMV) umbenannte, bis er 2014 zu seinem ersten Namen zurückkehrte, setzte früh auf den praktischen Austausch zwischen Unternehmen aus Deutschland und der Zielregion. Als erster deutscher Verband überhaupt führte der Osteuropaverein so Unternehmerdelegationen schon unmittelbar nach der staatlichen Unabhängigkeit nach Moldau, nach Tadschikistan und, kurz nach Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen, in den Kosovo.

Zu den Gästen seiner Veranstaltungen gehörten immer wieder Mitglieder der Bundesregierung und des Deutschen Bundestags sowie Präsidenten, Ministerpräsidenten, Minister und Botschafter der Partnerländer.