Expertenkreis Agrar- und Ernährungswirtschaft: Chancen für deutsche Unternehmen in Usbekistan und Aserbaidschan

 

In seiner Funktion als Plattform für die brancheninterne Vernetzung unserer spezialisierten Mitgliedsunternehmen traf der Expertenkreis Agrar- und Ernährungswirtschaft am 29.06.2017 in der Botschaft der Republik Usbekistan in Berlin zusammen. Die Sitzung war den aktuellen Handels- und Investitionsmöglichkeiten im Agrarsektor in Usbekistan und in Aserbaidschan gewidmet. Der Ausgangspunkt für die praxisorientierte Diskussion war die Änderung der Rahmenbedingungen, unter anderem in Usbekistan durch die Pläne zur Liberalisierung und Diversifizierung der Wirtschaft und in Aserbaidschan durch ein Reformkonzept für Ernährungssicherheit, Steuererleichterungen und Subventionen für Agrarproduzenten, die die Attraktivität der Länder für die deutsche Wirtschaft erhöhen sollten.

Über den Entwicklungsstand und das Potential der Reformen berichteten Mamur Rasulov, Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel an der Botschaft von Usbekistan, und Emin Teymurov, II. Botschaftssekretär an der Botschaft von Aserbaidschan. Im Rahmen des anschließenden Vortrags ging Tobias Baumann, Geschäftsführer der Deutsch-Aserbaidschanischen Auslandshandelskammer, auf die Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen im aserbaidschanischen Agrarsektor näher ein. Abgesehen vom Ölsektor weise die Landwirtschaft das größte Wachstumspotential auf. Der Weltbank zufolge rechne man für 2017 und 2018 mit einem realen Wachstum von jeweils 4% pro Jahr.

Michael Beier von der CLAAS GmbH & Co. KGaA bestätigte anhand seiner Beobachtungen vor Ort die usbekischen Bemühungen zur Förderung der Agrarwirtschaft. Die Unterstützung komme vor allem den kleineren Landwirtschaftsbetrieben zugute. Mamur Rasulov legte die Eckpunkte der Reformstrategie der Regierung in Taschkent dar, u.a. sei geplant, Baumwoll- und Getreideanbauflächen durch Gemüse- und Futterkulturen, Weinanbau- und Intensivgartenflächen zu ersetzen sowie den Bestand an Groß- und Kleinviehzucht erhöhen.

Die im Expertenkreis vorgetragenen Petita und Einschätzungen der Mitgliedsunternehmen hinsichtlich der Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Engagement werden vom Osteuropaverein bei der kommenden Sitzung der Deutsch-Usbekischen Arbeitsgruppe für Handel und Investitionen am 20.07.2017 in Berlin vorgetragen

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